Wasserversorgung Ruhstorfer Gruppe

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Stadt Pocking auf den Spuren des Wassers

Artikel vom: 16.01.2011
Quelle: Dialog
Rubrik: Lokales
Kategorie: Lokales

Artikel Inhalt

Auf Einladung des Zweckverbandes Wasserversorgung Ruhstorfer Gruppe fand Ende No vember eine Betriebsbesichtigung durch die Stadt Pocking statt. Neben Bürgermeister Franz Krah waren zahlreiche Stadträte und Mitarbeiter der Stadtverwaltung gekommen, um die Anlagen der Ruhstorfer Gruppe näher kennenzulernen.

Zu Beginn begrüßte Bürgermeister Alois Bachmeier, der derzeitige Verbandsvorsitzende des Zweckverbandes, die Gäste am Betriebssitz in Pocking. Anschließend stellte Werkleiter Ar min Bauer den Zweckverband und dessen technischen Anlagen mit einer Powerpoint-Präsentation näher vor. So wurde erklärt, dass dem Zweckverband neben der Stadt Pocking noch acht weitere Kommunen angehören. Insgesamt werden rund 40.000 Einwohner und 8.000 Gästebetten mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt. Dafür ist ein Leitungsnetz von etwa 750 km (inkl. der Hausanschlüsse) notwendig. Zur Wasserspeicherung verfügt der Zweckverband über vier eigene Hochbehälter. Weiter betreibt er zwei Aufbereitungsanlagen sowie mehrere Druckerhöhungsanlagen. Die verkaufte Wassermenge liegt bei etwa 2,2 Mio. Kubikmeter pro Jahr.

Nach einer Vielzahl an Zahlen und Daten nahm die Besuchergruppe einen Teil der Anlagen vor Ort in Augenschein. Erste Station war das Maschinenhaus in Hart. Von Wassermeister Alexander Hutterer erfuhren die Besucher, dass dies das „Herzstück“ der Ruhstorfer Gruppe ist, da von hier aus das im Aigener Forst sowie in Osterholzen geförderte Wasser ins Lei tungsnetz sowie in die Hochbehälter gepumpt wird.

Im Anschluss an einen Rundgang durch das Maschinenhaus (Pumpenkeller, Saugbehälter und Notstromaggregat) ging es weiter zum frisch sanierten Hochbehälter Malching, in dem 2.000 Kubikmeter Wasser zwischengespeichert werden können. Nach Besichtigung der imposanten Was serkammern wurde im Rohrkeller des Hochbehälters eine Wasserprobe durchgeführt.

Letzte Station war die Aufbereitungsanlage in Osterholzen. Es wurde ausführlich erläutert, welche Verfahrensschritte bei dieser rein biologischen Aufbereitung sart notwendig sind und welche Schutzmechanismen (Ozonanlage, UV-Anlage) eingesetzt werden.

Nach dieser fast dreistündigen Besichtigungstour fand man sich noch auf eine gemeinsame Brotzeit in einem Pockinger Gasthaus ein und ließ die Eindrücke und neuen Erkenntnisse auf sich wirken. Als Fazit konnte festgehalten werden: die Besichtigung war hochinteressant; kaum einer hatte erahnt, welche vielfältigen und modernen technischen Einrichtungen der Zweckverband betreibt, damit den Abnehmern täglich frisches und gesundes Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden kann.

Übrigens: wer selber einmal erleben möchte, wie das Wasser zum Kunden gelangt, der sollte sich beim Zweckverband melden. Sie sollten eine Gruppe, ein Verein oder eine Institution ab circa zehn Personen sein und etwa drei Stunden Zeit mitbringen.

Betriebsbesichtigungen - der Weg des Wassers bis zum Kunden. Anmeldungen unter Tel. 0 85 31/3177-0

Armin Bauer
Werksleiter